ACHENBACH: Modularisierung vom ETO zum modularen Baukasten
Modularisierung wirkt weit über die reine Produktstruktur hinaus. Das Beispiel Achenbach Buschhütten zeigt, wie aus einer modularen Produktstruktur ein Baukastensystem entsteht, das Konstruktion, Beschaffung und Fertigung verändert. Heute werden mehr als 90 % der Filteranlagen aus dem modularen Baukasten bedient – mit deutlich weniger Konstruktionsaufwand und kürzeren Beschaffungszeiten.
Schneller konstruieren, schneller beschaffen, günstiger produzieren – was der modulare Baukasten bei Achenbach bewirkt hat
Beeindruckende Zahlen und echte Insights zur Transformation von Prozessen für hochvariante Produkte gab es beim VDMA Erfa bei Achenbach Buschhütten GmbH & Co. KG. Hier erzählt Ralf Neuser nicht nur, wie Achenbach vor einigen Jahren mit der Unterstützung von Odego GmbH den Sprung in den modularen Baukasten geschafft hat, sondern auch, wie die Transformation vom ETO zum CTO seitdem vorangeschritten ist. „Die ersten Ergebnisse haben wir schon wenige Monate nach dem Projektstart feststellen können“, berichtet er.
Die Verbesserungen können sich sehen lassen:
➡️ Über 90 % aller Filteranlagen werden nun aus dem Baukasten bedient
⏱️ Dabei werden 60 % der Konstruktionsstunden im Auftrag eingespart
💸 Auftragsneutrale Fertigung und Losgrößenbeschaffung sind nun möglich, mit signifikanten Einsparungen in Material- und Herstellungskosten
📅 Bis zu 12 Wochen kürzere Beschaffungszeiten
Soweit die Ergebnisse in Zahlen, aber wie verlief die Transformation? „Wir mussten als Konstruktionsabteilung auch anfangen, die anderen Unternehmensbereiche mitzunehmen, wobei Odego GmbH uns sehr geholfen hat.“, erläutert Ralf Neuser. Der Baukasten wurde in CAD, PLM und ERP schrittweise umgesetzt und hat zusätzliche Vorteile in vielen Bereichen beispielsweise bei der Integration der eigenen Cloudlösung Optilink oder dem Ersatzteilmanagement mitgebracht. „Man ist eigentlich nie fertig“, schließt Ralf Neuser ab, „ wir haben noch einiges vor uns was u.a. die Stammdaten, die Konfiguration und das Einbinden anderer Disziplinen und Gewerke angeht.“
Das Beispiel Achenbach zeigt, welchen wirtschaftlichen Hebel Modularisierung im Maschinenbau entfalten kann. Aus einer modularen Produktstruktur entsteht ein Baukastensystem, das Wiederverwendung ermöglicht und Auswirkungen weit über die Konstruktion hinaus entfaltet. Die Entwicklung endet dabei nicht mit der Definition eines Baukastens. Produktkonfiguration, Daten und die Verankerung in CAD, PLM und ERP machen die modulare Struktur im Unternehmen dauerhaft nutzbar.
