SYNTEGON: Mit Modularisierung Kosten sparen und Umsätze steigern
Wie für Syntegon Technology Modularisierung zum Game Changer wurde, wie hoch die Potenziale wirklich sind und wie man dort hinkommt. Davon erzählen Roland Kuhn von Syntegon und Dr. Sandra Szech von Odego in diesem Praxisbericht.
Syntegon Technology ist ein führender Anbieter von Prozess- und Verpackungstechnik. Das Portfolio intelligenter und nachhaltiger Technologien umfasst Einzelmaschinen, Systeme und Dienstleistungen.
Am Standort Remshalden in Baden-Württemberg entwickelt und produziert das Unternehmen Sammelverpackungsmaschinen für Verpackungen aus Well- und Vollpappe. Hier hat sich Syntegon verstärkt mit neuen Strategien beschäftigt, um hochindividuelle Verpackungsmaschinen unter dynamischen Marktanforderungen effizient zu entwickeln und herzustellen. Dabei ging es um Aspekte wie den Standardisierungsgrad der Verpackungsmaschinen und die Reduzierung von Materialkosten bei gleichzeitiger Beibehaltung der Maschinenflexibilität. Konkret stellte sich die Frage, wie Syntegon seine zahlreichen Kunden mit unterschiedlichen, stark individualisierten Verpackungsformen möglichst effizient bedienen und dabei auf einen Baukasten zurückgreifen kann.
„Eine zentrale Antwort auf diese Frage ist Modularisierung,“ so Roland Kuhn, Entwicklungsleiter bei Syntegon in Remshalden. Er leitet ein Team, das mit der Unterstützung von Odego und durch den Einsatz von methodischer Variantensystematik ein schlankes, definiertes und konfigurierbares Baukastenkonzept entwickelt hat. Eingesetzt hat das Team die Software Odego Cquenz, die ein einfaches, aber gut durchdachtes Variantenmanagement ermöglicht.
Im Ergebnis hat das Team die Materialkosten und die eingesetzten Arbeitsstunden deutlich reduzieren können. Dies wurde unter anderem durch eine Straffung des Leistungsumfangs der Maschine erreicht. Schon schnell zeigt sich, dass die ergriffenen Maßnahmen die richtigen waren: Auf dem Markt kommt die modulare Maschine sehr gut an. Denn modular aufgebaute Systeme ermöglichen schnelle Lieferzeiten und umgehende Inbetriebnahmen ohne lange Testphasen. Damit sind sie die richtige Antwort auf kurzfristige Marktänderungen, denen Syntegons Kunden in der Nahrungsmittel- und Pharmaindustrie mit Flexibilität begegnen müssen. Syntegon setzt zudem Module ein, die sich vielfach im Einsatz bewährt haben, um den Kundenbedürfnissen optimal gerecht zu werden. Auch die Nach- und Umrüstung von Systemen, die sich bereits beim Kunden im Einsatz befinden, wird durch Modularisierung vereinfacht.
„Dies wäre nicht möglich gewesen ohne sehr gute eigene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Es wäre aber so auch nicht ohne die professionelle Unterstützung von Odego möglich gewesen,“ so Roland Kuhn. Aber damit noch nicht genug. Als nächstes möchte das Team von Syntegon in Remshalden die Portfolioplanung verbessern. Dabei setzt das Unternehmen auf Odego Analytics. Mit Hilfe der Software sollen verschiedene Produktlinien besser abgegrenzt und die beste Marktabdeckung erreicht werden. Mittel zum Ziel ist eine datentechnische Auswertung bisheriger Anfragen und die anschließende Fokussierung bei der Zusammenstellung des nächsten Baukastens. Schon wenige Monate später trägt der Methodeneinsatz erste Früchte, wie es Umsatzgewinne im Spitzensegment des Standortes zeigen.
„Die positiven Ergebnisse wirken im Nachhinein schnell selbstverständlich“, resümiert Sandra Szech von Odego, „aber so etwas klappt nur mit einem fachlich stark aufgestellten Team, das sich auch von den verschiedensten Widrigkeiten nicht abhalten lässt. Und mit einer Führung, die das Team trotz dieser Widrigkeiten unterstützt.“
