Wie Digitalisierung das Modularisieren verändert

Wie Digitalisierung das Modularisieren verändert

 

Wettbewerbsfähig bleibt, wer die Chancen der Digitalisierung geschickt zu nutzen und rechtzeitig nutzbar zu machen weiß.

Der Gedanke in der Digitalisierung „den Anschluss zu verpassen“ treibt den Maschinen- und Anlagenbau seit Jahren um. Dabei ist für jedes Unternehmen je nach Größe, Branche und Geschäftsmodell der Weg so individuell wie die Unternehmen selbst. Viele unserer Partner gehen derweil die entscheidenden Schritte – seien sie groß oder klein, im frühen Stadium oder in der Umsetzung. Die Modularisierung wird Enabler und Nutznießer der Digitalisierung zugleich. Die entstehenden Vorteile zu nutzen, kann entscheidend zum Erfolg im digitalen Zeitalter beitragen. Daher möchten wir einige in der täglichen Arbeit mit unseren Partnern immer relevanter werdenden Aspekte näher beleuchten.

Der digitale Vertrieb

Vertriebskonfiguratoren bzw. automatisierte Angebotserstellung und -kalkulation stellen häufig erste Schritte der Digitalisierung dar. Hier geht es darum, Angebote schneller und aufwandsärmer an den Kunden zu bringen. Viele Unternehmen beobachten, wie globale Beschaffungsmöglichkeiten und Individualisierung im End-Consumer-Bereich das Anfrageverhalten nachhaltig verändern und effizientere Angebotserstellung zum Schlüsselfaktor wird.

Hier stellt sich die Modularisierung als wichtiger Enabler dar. Besonders im Sondermaschinenbau ermöglichen modulare Strukturen erst die notwendige Kostentransparenz für Produkte, die in ihrer jeweiligen Konfiguration vorher noch nie ausgeliefert wurden. Gleichzeitig profitiert die Entwicklung neuer Produktfamilien vom digitalen Vertrieb. Die anfallenden Verkaufsdaten geben entscheidende Hinweise auf das Kundenverhalten und können genutzt werden, um den Baukasten noch effektiver auf den Markt auszurichten. Moderne Methoden des Data Mining führen dabei auf die Konfigurationen, die wirklich marktrelevant sind.

Der digitale Prozess

Auch mit der Digitalisierung des Wertschöpfungsprozesses fallen immer mehr Daten an, die für eine zielführende Modularisierung genutzt werden können. Daten über Qualitätsvorgänge und Bearbeitungszeiten fallen mehr und mehr auch in mittelständisch geprägten Unternehmen sachnummernbezogen an.

Nichtsdestotrotz sind viele Unternehmen von dem Schritt, diese systematisch auszuwerten, um die reellen Kosten einer spezifischen Variante zu kalkulieren, noch weit entfernt. Die Digitalisierung bietet die Chance, die seit Jahren vielfach diskutierte Wissenslücke zwischen zuschlagsbasierter Herstellkostenkalkulation und reellen, die Komplexität berücksichtigenden Variantenkosten zu schließen.

Auch für Unternehmen, deren Prozessdaten bisher noch nicht systematisch genutzt werden können, haben wir ein Verfahren entwickelt, das durch Simulation der zukünftigen Produktfamilie reelle Variantenkosten in kurzer Zeit hochrechnen kann.  Sprechen Sie uns bei Interesse gern dazu an.

Die digitale Nutzung

Condition based Maintenance ist in aller Munde und ein weiterer Baustein der Digitalisierung. Auch die zukünftig hier anfallenden Daten sind wichtige Indikatoren für die optimale Ausrichtung Ihrer Produktfamilie.

Reelle Umwelt- und Betriebsdaten können genutzt werden, um Auslegungsbereiche und deren Kombinationen sinnvoll einzuschränken und das Portfolio gewinnbringend zu straffen. Hier ist die Frage nach der Datenhoheit ein häufig verunsichernder Faktor. Gewinnen wird hier, wer den Kunden durch die Aufnahme seiner Daten den für ihn relevanten Mehrwert glaubwürdig vermitteln kann.

Die digitale Produktfamilie

Um diese Bedarfe und Chancen der Digitalisierung optimal nutzen zu können, haben wir mit Odego Cquenz eine Software entwickelt, die ein vielseitiges digitales Modell der Produktfamilie bereitstellt. Die fünf Bausteine bieten durchgängige Analyse, Simulations- und Dokumentationsmöglichkeiten:

  • Maßgeschneidert – mit Data Mining das Portfolio effektiver auf den Markt ausrichten
  • Strukturiert – entkoppelte, kombinierbare Bausteine schaffen und effizient dokumentieren und pflegen
  • Konfiguriert – eine Produktfamilie mit allen Varianten entwickeln, simulieren und diskutieren.
  • Modular – mit einer abgestimmten Modularisierung Vorteile über die gesamte Wertschöpfungskette schaffen
  • Robust – Produktinnovationen konzipieren und zukunftsrobust integrieren

 

Wenn Sie mehr über Cquenz erfahren möchten, dann klicken Sie hier oder vereinbaren Sie ein unverbindliches Online-Webinar.

Treffen Sie uns persönlich auf der 7. VDMA-Tagung Variantenmanagement in Langen am 20. Februar 2018.